„Conan Exiles“ oder wie ich lernte zu überleben mit einer Chaostruppe…

„Conan Exiles“ oder wie ich lernte zu überleben mit einer Chaostruppe…

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Es war mal wieder einer dieser Tage an denen ich mich zu Tode gelangweilt habe, da kam mein unverhoffter Retter: Cpt.GrandelBart. Er erzählte mir im TS von einem Spiel, dass ähnlich wie Ark aufgebaut war. Schon vom erzählen her war ich Feuer und Flamme. Er wollte es als nächstes streamen und sofort war mir klar: Ich mach auch mit. Gesagt getan. Spiel runtergeladen und los ging es.
Seinen Charakter zu erstellen macht schon Spaß: Brüste klein, Brüste groß, Haare lang, Haare kurz, Glatze… Die Auswahlmöglichkeiten haben mich überfordert, deshalb hab ich das gemacht was alle Frauen in so einer Situation tun würden. Atombomben vor der Hütte. Nachdem mein Charakter endlich erstellt war, ging es los. Man erscheint das erste Mal zwischen Ruinen – völlig nackt und damit meine ich wirklich völlig nackt. Schon geht das Überleben los. Zu unserer Basis zu kommen die Cpt.GrandelBart und die anderen schon begonnen haben schien unmöglich zu sein, da ich sehr schnell zwei Probleme hatte: Hunger und Durst. Ach ja.. und die Ausdauer.. Rennen war also nur bedingt möglich. Ich joggte also gemütlich durch die Wüste und suchte das Lager. Ihr wisst ja, Frauen und Navigation sind zwei nicht zu vereinbarende Sachen. Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich es dann endlich gefunden. Das lang ersehnte Lager. Man hatte schon ein bisschen Fleisch und einen Wasserschlauch für mich bereit gehalten. Mein Leben war erstmal gerettet. Frisch gestärkt machte ich mich daran endlich was anzuziehen. Solange man noch keine Werkzeuge hat kann man alles mit der Hand craften und relativ schnell seine ersten Werkzeuge Bauen. Die Steinaxt und die Steinspitzhacke. Ich wurde relativ schnell übermütig und wagte mich alleine zum Wasser, erstens um meinen Wasserschlauch aufzufüllen und zweitens um ein paar kleine Schildkröten zu töten. Letzteres brach mir jedes Mal das Herz. Da stand ich nun in meinem jungen Übermut am Wasser und füllte meinen Schlauch auf und wurde angegriffen. Ein Körperklaus meinte sich mit mir anlegen zu müssen. Ich kämpfte bis aufs Blut. Ich besiegte ihn. Ich hatte mich so gefreut das ich überlebt hatte und wollte mich um mich selbst zu heilen wieder ins Lager verziehen… Dann kamen zwei NPC’s denen ich anscheinend bei meinem hin und her getänzel zu sehr auf die Pelle gerückt bin. Zwei Schläge und ich war tot. Traurig traurig.. Aber ich habe darauß gelernt. Niemals das Lager verlassen OHNE dir vorher ein Bett zu bauen und es als Spawnpunkt zu aktualisieren… Ich kam also wieder an den Ruinen raus. Völlig nackt.. Die Szene kennt ihr schon, also überspringe ich das ganze. Es lief genauso ab wie oben.. Ihr wisst ja: Frau und so.
Endlich wieder angekommen, baute ich mir erst mal ein Bett. Naja.. wohl eher eine Matratze aus Blättern und Gras, aber hey, besser wie nix. Spawnpunkt aktualisiert und weiter geht’s.
Steine, Blätter, Gräser und Holz sammeln. Ich stellte relativ schnell fest, dass ich nicht so viel tragen kann. Ich wurde zu schwer. Konnte mich nicht mehr bewegen. „Das liegt an deinen Brüsten!“ – „Mit solchen Dingern könnte ich mich auch nicht mehr bewegen!“ – tönte es aus meinen Kopfhörern. Jaja die Männer.. NEID sag ich da nur. Wer hat, der kann. Ich baute mir erst mal ein paar Sachen und dann ging das Laufen auch wieder. Bin ja nicht blöd.. also manchmal nicht. Mit meinem frisch gecrafteten Steinschwert fühlte mich mich unbesiegbar (das war eine falsche Annahme, aber man lernt ja aus Fehlern). Das Wasser ging zu neige und ich musste wieder zum Fluss. Körperklaus wartete da sicherlich auf mich. Aber ich hatte ja jetzt ein Schwert. Am Wasser angekommen stand natürlich der Klaus wieder vor mir. Hey, kein ding Alter. Klaus tot und ich hab mich gefühlt wie ein echter Barbar. In meinem Blutrausch bemerkte ich jedoch nicht das sich noch ein anderes Tierchen angeschlichen hatte. Dat Krokodil. Hijaaa.. was soll ich sagen, ich war instand tot 😀 In voller nackter Pracht stand ich wieder auf meinem Bett. Ich heulte ein bisschen rum und die Jungs begleiteten mich zu meiner Leiche. Leiche craften. Mein ganzes Inventar war wieder voll und ich wieder angezogen.
Von Level zu Level wurde es einfacher. Schnell war ich auf Level 8 und da machte mir das Krokodil auch keine Angst mehr. Alleine gegen es zu kämpfen war zwar schwer, aber ich bekam es tot, bevor es mich tot bekam. Hatte ich euch schon erzählt wie ätzend es ist wenn es Ingame Nacht wird? Es ist finster wie im Hintern vom Teufel. Ohne Fackel siehste da net ma deine eigene Hand vor Augen. Aber Dehliz is ja nicht doof. Fackel bauen kann se. Nur blöd wenn se kaputt geht und du grad mitten im Nirgendwo stehst.. Zum Glück sind die Nächte nicht lang und so stand ich des Öfteren allein im Dunkeln mitten auf der Map und wartete das es Tag wird (und das Körperklaus nicht seine Brüder holt um mich zu verprügeln)..
Wir beschlossen eine Hütte zu bauen. Naja eigentlich war es Cpt.GrandelBart der baute. AzraelAP und ich schafften die Ressourcen ran und so wuchs das Hüttchen schnell, schließlich sind wir super in dem was wir tun. Ein langer Tag ging für uns zu Ende und wir loggten uns erst mal aus.

Als wir uns am nächsten Tag einloggten heulten die Jungs rum, das irgendwer sie getötet hat. Na klar war es die Frau mit den Atombomben vor der Hütte. Hier möchte ich nochmal zu Protokoll geben, dass ich mich vor allen anderen Ausgeloggt habe und brav ins Bett bin. Jahaaa ich wars nicht!
Das craften ging weiter. Cpt.GrandelBart eröffnete uns das wir an diesem Abend umziehen würden. Wir sollten Ressourcen sammeln um den weiten Weg zu überwinden. Er baute Rüstungen und ich baute ein paar Waffen. Zwischenzeitlich sind noch ein paar Leute dazu gekommen, die in Cpt.GrandelBart’s und AzraelAP’s Stream zugesehen haben. Die Familie wurde größer. 75Pixel und Th3M3ntor gehörten nun auch dazu. Zusammen ging es relativ gut die Ressourcen zu sammeln und uns für den langen Marsch vorzubereiten. Ständig wurde ich von AzraelAP darauf hingewiesen das ich doch bitte ein rotes Blinklicht an meinem Hintern befestigen soll, da ich ständig verschwinden würde. Nur weil er zu langsam ist und nicht hinterher kommt. Apropo zu langsam, hier möchte ich mal mit anführen, dass die komplette Gruppe immer ein entscheidendes Problem hat. Ausdauer. Eine sehr doofe Erfindung. Wenn se alle is kannste nicht rennen und auch nichts töten. Beides ist in manchen Situationen äußerst Notwendig. Zum Beispiel wenn du laggs hast (die gehören im Übrigen zum Spiel, das sind Features.. davon hab ich ganz viele an manchen Tagen, aber dazu später..). Das Wichtigste für unseren Umzug war Eisen. Das zu bekommen war ein bisschen schwieriger als erwartet. Unsere Base lag ziemlich am Anfang der Map, was bedeutete das die Monster und Gegner relativ leicht zu töten waren. Das Eisen jedoch gibt es weiter drin in der Map, wo die Tierchen und NPC’s ein Stückchen härter zu schlagen. Ich bin immer noch der Meinung, dass die Bogenschützen einen Aimbot drin haben. So wie die schießen ist des net normal. Wir sammelten in der kompletten Gruppe teilweise. Was auch nötig war, ansonsten würdest du jämmerlich verrecken. Glaubt mir. Ich habe es versucht. Auch in einer etwas größeren Gruppe war es schwer zu überleben, da manche in ihrem Blutrausch mit ihrem Schwert auf Gegner eindreschen die schon längst tot sind und damit ihre Teammates treffen… Jaaa man stirbt auch sehr oft durch „friendly Fire“… Ich schließe mich da nicht aus. Auch ich habe schon ein paar umgebracht. Absichtlich und unabsichtlich (NEIN ICH HABE EUCH NICHT IM SCHLAF GETÖTET!). Bei unseren langen Reisen um das Eisen zu beschaffen was wir brauchten haben wir uns irgendwann angewöhnt ein Blattbett mitzunehmen. Damit wir zwischenspeichern können und unsere Leiche nicht so weit weg liegt. Auch haben wir diverse Lagerfeuer aufgestellt auf der Map um zwischenzeitlich Essen zu Grillen. An was man alles denken muss bei dem Spiel.. furchtbar.. Multitasking.. Überleben, Essen, Trinken, Ausdauer, friendly Fire, Körperkläuse, Krokodile, NPC’s usw… Ein neues Monster das ich im Übrigen kennen gelernt habe war die Spinne. Ich persönlich hätte auf die Bekanntschaft verzichten können, aber hey in Conan Exiles kannste dir nicht aussuchen was dich tötet. Wenn du 13 mal vergiftet wurdest stirbst du so oder so… auch wenn du das Biest vernichtet hast.. du stirbst.. es ist einfach Fakt das dich in Conan Exiles alles töten kann was da so rum läuft. Ausser die Antilopen und die Mini-Schildkröten.
Der Große Umzug stand also bevor. Unsere Gruppe sammelte sich und jeder nahm etwas Wichtiges mit. Jeder ein massives Bett und ein Blattbett. Lagerfeuer, Eisen, Essen, Heiltrank, Wasser, Waffen usw… Es brachen auf: Cpt.Grandelbart, Schizzi, 75Pixel, Th3M3ntor, AzraelAP, Dehliz und Josey. 7 reisten los. 6 kamen an… Der Weg war beschwerlich und das ein oder andere mal wollten wir AzraelAP aussetzen, da er ständig auf’s Klo musste oder gefragt hat ob es noch weit ist. Wir liefen und liefen. Es kam uns vor als würde es kein Ende nehmen. Cpt.GrandelBart war unser bester Beschützer. Er hatte das höchste level und tankte die höheren Monster während wir drauf einschlugen. Es lief alles bestens und als die Nacht einbrach bauten wir unsere Grasbetten auf und aktualisierten den Spawnpunkt. Ab da lief alles schief. Zumindest für mich. Als die Nacht vorbei war zogen wir weiter. Durch eine Schlucht mit Knochendrachen hindurch. Auf ein offenes Feld. Bis dahin lief alles wie gehabt. Cpt.GrandelBart tankte und wir töteten. Dann kam es. Mein Verderben. Das schwarze Nashorn (Blöder Sack!). Wir hauten drauf. Gaben alles. Es starb und ich mit ihm. Na herzlichen Glückwunsch. Wenn man sich den Stream von AzraelAP nochmal anhört kann man ein lautes Mimimi von mir hören. Gott sei dank wurde ich an unserem letzten Spawnpunkt wiedergeboren (natürlich nackt, denn meine Leiche lag ja noch unter dem blöden Sack). Ich also in meiner vollen nackten Pracht losgelaufen. Ohne Wasser und ohne trinken. Ich habe mir größte Mühe gegeben nichts zu tanken.. Jaaaa… Hat nicht so geklappt. Da kam ne Heuschrecke.. Die Knochendrachen… und ein Cpt.GrandelBart, der mich leider zu spät erreichte. Ich spawnte also neu.. Nicht wie ihr sicherlich denkt an unserem Nachtlager… Neiiin meine Freunde.. GANZ AM ANFANG! Darum sag ich ja immer wieder: AKTUALISIERT EUREN SPAWNPUNKT BEVOR IHR LOSLAUFT! Ich war völlig alleine. Auf mich gestellt. Mit meinem zwei Brüsten (ich habe sie Hanni und Nanni getauft in meiner Einsamkeit). Ich stattete mich in unserem alten Lager aus und lief am unteren Rand der Karte entlang. Die Gruppe war währenddessen schon im neuen Camp angekommen und hatte vorsorglich meine Leiche gecraftet damit ich mein Zeug dann wieder haben konnte wenn ich endlich mal angekommen bin. Es brauchte ganze 2 Versuche bis ich es endlich geschafft hatte. Cpt.GrandelBart sei dank. Er kam mir entgegen, nur leider starb er einmal (und auch nur weil ich auch auf den Skorpion drauf gehauen habe und ihn getroffen hatte…). Beim zweiten Mal haben wir es dann endlich geschafft. Ich haute nirgends drauf, er tötete alles und ich war endlich zu Hause… Jaa meine Lieben, das Spiel schafft einen 😀 Ich bekam ein neues Bett, aktualisierte den Spawnpunkt und loggte mich aus. Genug überleben für diesen Tag.

Nochmal zusammen gefasst auf was ihr anfänglich achten solltet:
1. Essen
2. Trinken
3. Ausdauer
4. Körperkläuse
5. Alles andere was euch töten könnte